Aus der Rede von Sonderschulrektor Bruno Krogner (erster Schulleiter der Brüder-Grimm-Schule) anlässlich der Namensgebungsfeier sowie einem Gespräch mit ihm. Redaktionelle Bearbeitung und Weiterführung von norbert gut.

 

02.09.1958

Geburt mit einer ersten Hilfsschulklasse, der als Hilfsschulzug an die Volksschule angegliedert war,
im Reichsarbeitsdienst-Baracke gegenüber dem evangelischen Gemeindehaus an der B 19 (Hof von heutigem Bauer & Bosch).

22 Schüler der Jahrgänge 1 bis 8 befanden sich in einer Klasse, deren Klassenlehrer der 28jährige Junglehrer Bruno Krogner war. Die Klasse war in drei Lese- und fünf Rechengruppen eingeteilt.

Es gab Fachlehrer in Religion und Handarbeit.

Der Stundenplan enthielt 34 Wochenstunden (nach heutigen Maßstäben des Organisationserlasses wären der Klasse 85 Lehrerstunden zugestanden worden).

Gearbeitet wurde ohne Kopierer und Computer.

 

15.05.1959

Laut Erhebungsbogen waren es in der Zwischenzeit 16 Jungen und 12 Mädchen.

 

1960/61

Aufteilung in eine Ober- und eine Unterklasse
Nun wurden 34 Schülerinnen und Schüler in zwei Klassen unterrichtet.

 

1962

Umzug
ins Dachgeschoss der ehemaligen Gewerbeschule an der Allee, wo heute das neue Rathaus steht. (Für die Gewerbeschule war am Schippberg neu gebaut worden.)

Im Erdgeschoss waren zuerst Volksschulklassen, später Realschulklassen untergebracht.

 

1965

Selbstständigkeit der Schule
durch die Errichtung einer dritten Klasse. In die Schule gingen 48 Schüler, davon 31 in die Unterklasse.

Der Ortsschulrat beantragte die Errichtung einer dritten Hilfsschullehrerstelle, die der Gemeinderat genehmigte. Damit wurde ein Neukauf sämtlicher Lehr- und Lernmittel notwendig.

 

1966

Bruno Krogner
wird zum Rektor der Schule ernannt.

 

1967

Fertigstellung des Gebäudes für die Grund- und Hauptschule
Eine weitere Runde des Künzelsauers Schulkarussells erfolgte. Die Realschule konnte ins ehemalige Volksschulgebäude umziehen. Im neuen GHS-Gebäude waren 3 Klassenzimmer für die Hilfsschule vorgesehen. Bei Einzug stellte sich jedoch heraus, dass diese die Räume selbst benötigte.

Die Hilfsschule verblieb mit nunmehr vier Klassen in der alten Alleeschule und erhielt weitere Klassenzimmer. Mit im Gebäude waren weiterhin Segelfluggruppe, Gesangverein, Stadtkapelle und Feuerwehr. Daher wurden damals die Hilfsschüler als 'Kinder vom Spritzenhaus' bezeichnet.

 

Ende 60er/70er-Jahre

Bildungsreform-Diskussion
In Künzelsau wurde ein großes Schulzentrum geplant. Das verzögerte den raschen Bau notwendigen Schulraumes für die Schule.

 

1974

Auslagerung von 2 Klassen
ins ehemalige Gaisbacher Schulhaus.

Mit 144 Schülern in der Schule war dies die höchste Schülerzahl der Schulgeschichte.
40 Schüler und 2 Lehrer wurden im Omnibus-Pendelverkehr zwischen Allee und Gaisbach morgens und mittags hin und her gefahren.

In dieser Zeit schrieb eine 'ausgelagerte' Lehrerin dieses Gedicht über die Schulsituation:
In Gaisbach war's idyllisch. Man guckte jeder Kuh,
die auf der Weide graste beim Wiederkäuen zu.
Das Lernen war naturnah, man pflückte Pilz und Kraut
und hat selbst mal dem Metzger beim Schlachten zugeschaut.

 

Januar 1976

Fertigstellung des Gebäudes für die Realschule
Nun konnte der Umzug in die Schulstraße erfolgen. Die Lernbehindertenschule hatte nach 18 Jahren Wanderschaft und Leben in Baracken endlich eine ‘ständigen Bleibe’ bekommen.

Die Schule war so gewachsen, dass mit ihren nunmehr sieben Klassen die Stelle eines Konrektors geschaffen wurde.

 

13.12.1991

Namensgebung Brüder-Grimm-Schule
Zur Namensgebungsfeier kam Besuch von Wilhelm und Jakob Grimm.

 

1996 und 1997

Verabschiedung des Rektors
Bruno Krogner ging in den verdienten Ruhestand.

Nach einem halben Jahr wurde die neue Rektorin Anita Neher eingesetzt.

 

Dezember 1997

Gründung eines Förderkreises
mit 13 Mitgliedern

 

2001

Auslagerung einer Klasse
in die Winterschule, weil die Schule im alten Volksschulgebäude aus allen Nähten platzt.

 

Juli 2009

Land sagt Finanzmittel zu
für Sanierung und Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule. Der Schulträger erhält mehr als eine Million Euro aus dem Schulbauförderungsprogramm.

 

20. Juli 2010

Spatenstich
zum Umbau des Schulgebäudes erfolgte im Rahmen einer Feier, die von Schülern und Lehrern mitgestaltet wurde.

 

Sommerferien 2010 bis Sommerferien 2011

Umbau des Gebäudes
in drei Bauabschnitten. In dieser Zeit konnten Klassen in der benachbarten Grund- und Hauptschule unterkommen. Einige Klassen, Lehrer und Schulverwaltung sind dem Baulärm und -staub ausgesetzt.